Finanzielle Unterstützung

Sonstige Zuschüsse zur Studienbeihilfe

Weitere Förderungen im Rahmen der Studienförderung bestehen

  • für ein Auslandsstudium, wenn für ein Auslandsstudium Studienbeihilfe gewährt wird
  • als Fahrkostenzuschuss
  • in Form des Versicherungskostenbeitrag
  • als Kinderbetreuungskostenzuschuss
  • und Studienzuschuss

Die einzelnen Punkte und Voraussetzungen könnt ihr hier nachlesen.

Studienunterstützungen (SUS) können für Fernstudien im Ausland sowie für Studien an bestimmten Privatuniversitäten vergeben werden. Nähere Informationen findet ihr hier

Finanzielle Unterstützung

Hier findest du alles rund um:

  • die Wohnbeihilfe, die unter bestimmten Voraussetzungen jeder mit geringem Einkommen und eigenem Haushalt beantragen und insbesondere auch für WGs interessant sein kann
  • die Waisenpension, sollte ein Elternteil von dir kürzlich verstorben sein
  • die ÖH-Fonds, wodurch dir eine einmalige Leistung pro Studienjahr zuerkannt wird, solltest du dich in einer besonderen sozialen Notlage befinden sowie alles Wissenswertes über die Studienunterstützung, die dann zur Anwendung kommt, wenn deine studienbezogene Kosten nicht durch andere Förderungen abgedeckt werden
  • die Rezept- und Rundfunkgebührenbefreiung

Wohnbeihilfe

Seit der Einführung der Allgemeinen Wohnbeihilfe 2001 kann grundsätzlich jeder Mieter (mit einigen Ausnahmen) um Beihilfe ansuchen, seit 2007 auch Wohngemeinschaften. Jedes Bundesland gewährt Wohnbeihilfe, allerdings sind die Anspruchsgrundlagen teilweise sehr unterschiedlich. Wohnst du außerhalb von Wien, solltest du dich daher hier oder persönlich über die Bedingungen informieren.

Neben der Studienbeihilfe ist die Wohnbeihilfe eine Möglichkeit, um die finanzielle Belastung etwas zu reduzieren. Damit werden Personen mit geringem Einkommen unterstützt, allerdings nur jene, die sich ihren Haushalt selbst finanzieren.

Anspruchsberechtigte

  • Österreichische Staatsbürger
  • EU/EWR-Bürger
  • Ausländer, die sich mindestens fünf Jahre legal in Österreich aufhalten

Ob die Wohnbeihilfe bezogen werden kann, ist weiters abhängig von:

  • Haushaltseinkommen
  • Haushaltsgröße
  • Wohnungsgröße und Wohnungsaufwand

Wohnbeihilfe wird sowohl für gefördert errichtete und sanierte Wohnungen als auch für ungeförderte (private) Mietwohnungen ausbezahlt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist Wohnbeihilfe für Eigentumswohnungen möglich. Auch Angehörige von Wohngemeinschaften können Wohnbeihilfe beantragen.

Keinen Anspruch haben z.B. Bewohner von Heimplätzen und Kleingartenwohnhäusern sowie (Mit)Eigentümer von ungeförderten Wohnungen. Eine Auflistung findest du hier (unter „Voraussetzungen“).

Als Haushaltseinkommen gilt das gesamte Nettoeinkommen aller in einem gemeinsamen Haushalt lebenden Personen. Das Mindesteinkommen beträgt für eine Person € 917,35 , für zwei Personen € 1.396,93  pro Monat. Für jede weitere erwachsene Person erhöht es sich um € 479,58  (z.B. bei einer WG) (Stand 2020).

Erreichst du das Mindesteinkommen zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht, kannst du dennoch Wohnbeihilfe beziehen, wenn du über einen ununterbrochenen Zeitraum von 12 Monaten innerhalb der letzten 10 Jahre vor Antragstellung das damals geltende Mindesteinkommen erzielt hast.

Zum Einkommen zählt unter anderem:

  • Studienbeihilfe
  • Alimente
  • Familienbeihilfe, wenn der Bescheid auf deine Eltern lautet
  • Stipendien von inländischen Universitäten
  • Unterstützungsleistungen (z.B. von den Eltern)
  • Unterstützungsleistungen müssen mittels Unterstützungserklärung, die eine Beschreibung des Sachverhalts, das Datum und deine Unterschrift enthalten muss, nachgewiesen werden. Weiters muss der Geldfluss der letzten drei Monate durch Kontoauszug oder Zahlschein belegt werden.

Neben dem Antragsteller werden bei der Berechnung der Wohnbeihilfe all jene Personen berücksichtigt, die im gemeinsamen Haushalt leben, unabhängig davon, ob dieser als Haupt- oder Nebenwohnsitz dient.

Die angemessene Nutzfläche beträgt für eine Person 50 m² für zwei Personen 70m² und für jede weitere Person 15m². Überschreitet die tatsächlich vorhandene Wohnungsgröße die angemessene Nutzfläche, so wird der anrechenbare Wohnungsaufwand der angemessenen Nutzfläche entsprechend gekürzt. Beispiel: Du wohnst alleine in einer 60m² Wohnung, bekommst aber trotzdem nur 50m² gefördert.

Zur Berechnung der Wohnbeihilfe wird nicht der gesamte Mietzins herangezogen. So werden z.B. Betriebskosten und Lebensführungskosten nicht als Wohnungsaufwand in die Berechnung der Wohnbeihilfe miteinbezogen. Alle Ausnahmen findest du hier.

Die Frist für den Antrag auf Wohnbeihilfe läuft bis zum 15. des jeweiligen Monats. Die Wohnbeihilfe kommt dir rückwirkend ab dem ersten Tag dieses Monats zu, gilt allerdings nur dann, wenn auch dein Mietvertrag für den gesamten Monat gilt. Es ist ratsam, den Antrag nicht erst am letzten möglichen Tag einzureichen! Damit erspart man sich längere Wartezeiten.

Das Antragsformular findest du hier. Die Wohnbeihilfe wird höchstens für 2 Jahre gewährt, danach muss erneut ein Antrag gestellt werden.

ACHTUNG: Es kann nur derjenige einen Antrag stellen, auf dessen Name der Mietvertrag lautet! Scheinen mehrere Personen im Mietvertrag auf (z.B. in einer WG), darf die Wohnbeihilfe dennoch nur einer Person gewährt werden, welche wiederum für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen verantwortlich ist.

In Wien ist die MA 50 (Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten) für die Wohnbeihilfe zuständig. Der Antrag kann vor Ort, per Post oder per Telefax eingebracht werden: 19., Heiligenstädter Straße 31 (Stiege 3, 2. Stock) Telefon: +43 1 4000-74880 Fax: +43 1 4000-99-74896

Mit dieser Tabelle kannst du die Wohnbeihilfe selbst berechnen:  Details zur Wohnbeihilfe findest du hier: https://www.wien.gv.at/amtshelfer/bauen-wohnen/wohnbaufoerderung/unterstuetzung/wohnbeihilfe-antrag.html https://www.wien.gv.at/wohnen/wohnbaufoerderung/ahs-info/wohnbeihilfe/voraussetzungen.html#wohnungsaufwand

 

Waisenpension

Anspruch auf eine Waisenpension haben Kinder nach dem Tod eines versicherten Elternteiles. Als Kinder (gem. ASVG) gelten die ehelichen, unehelichen und legitimierten Kinder, Wahlkinder sowie Stiefkinder (Hausgemeinschaft vor dem Tod des Versicherten erforderlich).

Der Anspruch besteht:

  • grundsätzlich ab dem Tod des Versicherten bis zum vollendeten 18.Lebensjahres des Kindes,
  • ab dem Alter von 18 Jahren bis maximal zum vollendeten 27.Lebensjahres bei einer weiteren Ausbildung (z.B. Studium), solange diese ernsthaft und zielstrebig betrieben wird.

Dein Elternteil muss außerdem eine gewisse Mindestzeit versichert sein (Wartezeit). Unabhängig vom Lebensalter erwirbst du einen Anspruch, wenn mindestens 180 Beitragsmonate oder 300 Versicherungsmonate zum Stichtag vorliegen.

Eine andere Möglichkeit, die Wartezeit zu erfüllen, ist vom Alter des Verstorbenen zum Pensionsstichtag abhängig. Zum Stichtag wird festgestellt, ob jemand eine Pension bekommt, wie hoch sie ist und welche Versicherungsanstalt sie auszahlt. 

  • Stichtag vor dem 50. Lebensjahr: mindestens 60 Versicherungsmonate in den letzten 120 Kalendermonaten (= „Rahmenzeit”) liegen vor
  • Stichtag nach dem 50. Lebensjahr: zusätzlich ist zu den vorgenannten 60 Monaten für jeden Lebensmonat über 50 ein weiterer Versicherungsmonat bis zum Höchstausmaß von 180 Versicherungsmonaten erforderlich. Die Rahmenzeit umfasst doppelt so viele Kalendermonate wie Versicherungsmonate (d.h. max. 180 Versicherungsmonate in den letzten 360 Kalendermonaten).

Beispiel: Der verstorbene Versicherte war am Stichtag 53 Jahre alt. Für die Wartezeit müssen mindestens 96 Versicherungsmonate (60 plus 36 für die drei Lebensjahre über 50) in den letzten 192 Kalendermonaten (120 plus 72) vorliegen.

Die Wartezeit gilt auch dann als erfüllt, wenn der Tod vor dem vollendeten 27.Lebensjahr eingetreten ist und bis dahin mindestens sechs Versicherungsmonate (ausgenommen Selbstversicherung gem. § 16a ASVG) erworben wurden, sowie wenn der verstorbene Elternteil zum Zeitpunkt des Todes bereits Pension beansprucht hat.

Die Wartezeit entfällt, falls der Tod Folge eines Arbeitsunfalles, einer Berufskrankheit oder eines Dienstunfalls beim österreichischen Bundesheer ist. Ist die Wartezeit nicht erfüllt und wurde vom Verstorbenen aber mindestens ein Beitragsmonat erworben, so gebührt den Waisen an Stelle der Pension eine Abfindung als einmalige Leistung.

Die Basis für die Berechnung der Waisenpension bildet immer eine 60-prozentige Witwen- oder Witwerpension, unabhängig davon, ob bzw. in welcher Höhe diese tatsächlich anfällt. Die Waisenpension beträgt

  • bei Tod eines Elternteils 40 %,
  • bei Tod beider Elternteile 60 % der Witwen-bzw. Witwerpension.

Sind die Voraussetzungen für die Gewährung einer Waisenpension nach beiden Elternteilen erfüllt, so gebühren zwei Pensionen: 60 Prozent der Witwen- und 60 Prozent der Witwerpension.

Beispiel: Der Vater stirbt, seine Pension hat/hätte € 1.250,- betragen:

  • davon 60 % Witwenpension (€ 750,-)
  • davon 40 % Waisenpension (€ 300,-)

Stirbt auch die Mutter, erhöht sich die Waisenpension auf 60 % (€ 450,-).

Sofern auch nach der Mutter ein Pensionsanspruch besteht, kann zusätzlich eine weitere Waisenpension anfallen. Diese gebührt gleich ab Beginn mit 60 % der Witwerpension: Pension der verstorbenen Mutter hat/hätte € 900,- betragen:

  • davon 60 % Witwerpension (€ 540,-)
  • davon 60 % Waisenpension (€ 324,-)

Bei der Waisenpension gibt es keine Zuverdienstgrenze, anders als bei der Studienbeihilfe. Entscheidend ist, dass überwiegend ein ordentliches Studium betrieben und nicht der Beschäftigung nachgegangen wird. In der Praxis stellt eine Beschäftigung dann ein Problem dar, wenn sie über 20 Wochenstunden in Anspruch nimmt. Außerdem sollte die Beschäftigung unmittelbar mit dem Studium in Verbindung stehen. Jeder Fall des Zuverdienstes wird von einem Gremium der PVA entschieden.

ACHTUNG: Die Waisenpension gilt als Einkommen. D.h. bei einem Zuverdienst musst du eventuell darauf achten, dass du Verdienstgrenzen (z.B. bei der Studienbeihilfe) nicht überschreitest!

Grundsätzliches ist ein eigenes Antragsformular für die Waisenpension vorgesehen. Es wird jedoch auch ein formloses Schreiben als Antrag gewertet – das Formblatt ist dann nachzureichen.

Der Antrag ist (bei Volljährigkeit) innerhalb von sechs Monaten nach dem Tod des Versicherten einzubringen, um einen Pensionsanspruch mit dem auf den Todestag folgenden Tag zu erlangen.

ACHTUNG: Bei einer späteren Antragstellung gebührt die Pension in der Regel erst mit dem Tag der Antragstellung.

Ein Antrag auf Erhöhung der Waisenpension infolge des Ablebens des zweiten Elternteiles ist binnen 3 Monaten zu stellen und wird ab dem Todestag gewährt. Bei einer späteren Antragstellung kann die Erhöhung höchstens 3 Monate rückwirkend berücksichtigt werden.

Die Auszahlung der Pension erfolgt monatlich im Nachhinein, jeweils am 1. des Folgemonats. Im April und Oktober wird die Pension in doppelter Höhe (Pensionssonderzahlung) angewiesen.

Zuständige Stelle ist jener Versicherungsträger, bei dem der Versicherte in den letzten 15 Jahren überwiegend versichert war. Weitere Informationen findest du hier.

Fonds der ÖH

Alle Studierenden, die den ÖH-Beitrag einbezahlen, sind automatisch Mitglieder der ÖH und können durch Fonds der ÖH- Bundesvertretung unterstützt werden. Die Mittel stammen jeweils zu einem Drittel vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW), von der ÖH-Bundesvertretung und der Hochschülerschaft jener Hochschule, an der du inskribiert bist.

Zu den ÖH-Fonds zählen der Sozial-, Wohn-, Kinder- und der Kinderbetreuungsfonds. Wird deinem Antrag stattgegeben, bekommst du eine im Studienjahr einmalige Summe ausbezahlt, auf die du allerdings keinen Rechtsanspruch hast. Pro Studienjahr kann ein Antrag gestellt und bis zu 1.200 Euro erhalten werden.

Achtung: Mit einmaliger Unterstützung ist eine einmalige finanzielle Unterstützung pro Kalenderjahr gemeint, wobei (nach positiver Beurteilung) zwischen einer und der nächsten Auszahlung 12 Monate liegen müssen!

Du kannst einen Antrag stellen wenn du,

  • sozial bedürftig bist im Sinne der Richtlinie
  • von keiner anderen Stelle eine ausreichende Unterstützung erhältst,
  • in den letzten beiden Semestern mindestens 16 ECTS oder acht Semesterstunden nachweisen kannst (Studierende mit Kind oder Behinderung: acht ECTS oder vier Semesterstunden),
  • die doppelte Mindeststudiendauer nicht überschritten hast,
  • noch kein Studium abgeschlossen hast, sofern kein weiterführendes fachverwandtes Studium betrieben wird oder sich durch das Studium die Berufsaussichten wesentlich verbessern.

Sozial bedürftig bist du, wenn du nicht mehr bei den Eltern wohnst und deine monatlichen Ausgaben, deine monatliche Einnahmen übersteigen. Zu den Einkünften zählt neben Einkünften aus Erwerbstätigkeit auch die Studienbeihilfe, Stipendien und die Familienbeihilfe.

Hinsichtlich der Studiendauer werden Kindererziehungszeiten, Berufstätigkeit (mehr als Halbbeschäftigung), Krankheit, Behinderung, universitätsbedingte Verzögerungen oder andere unabwendbare Gründe berücksichtigt.

Außerordentliche Studierende können im zweiten Semester eine Unterstützung erhalten, wenn sie aus dem ersten Semester mindestens acht Semesterstunden (Studienberechtigungsprüfung) oder mindestens eine positive Prüfung (Vorstudienlehrgang) nachweisen.

  1. Sozialfonds: Der Sozialfonds ist für Studierende gedacht, die ohne eigenes Verschulden in große finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Sie können eine Unterstützung von höchstens € 1.200,- (die genaue Höhe richtet sich nach dem Grad der sozialen Notlage) pro Studienjahr erhalten. Wichtig ist außerdem, dass die dargestellte Notlage durch Unterlagen dokumentiert werden muss und zwar durch Vorlage von: Kontoauszügen der letzten drei Monate, Stipendienbescheinigung (auch negative), Mietrückstande, offene Rückstande etc.
  2. Wohnfonds: Studierende mit hohen Wohnkosten können eine Unterstützung aus dem Wohnfonds erhalten, wobei Größe und Preis der Wohnung den studentischen Wohnverhältnissen entsprechen müssen. Die Unterstützung für behinderte Studierende und Studierende mit Kind beträgt höchstens € 1.200,- pro Studienjahr, für alle anderen Studierenden höchstens € 1.000,-.
  3. Kinder- und Kinderbetreuungsfonds: Diese Fonds dienen dazu, Studierende, denen Ausgaben für die Versorgung und Betreuung eines Kindes erwachsen, finanziell zu unterstützen und damit eine Fortsetzung des Studiums zu erleichtern. Alles rund ums Studieren mit Kind findet ihr hier, weiteres zu den Fonds der ÖH hier.

Für Studenten, die zu mindestens 50 % behindert sind und die in den vergangenen beiden Semestern mindestens 8 ECTS oder 4 Semesterstunden absolviert haben (die anderen, oben aufgezählten Voraussetzungen müssen nicht erfüllt werden!), besteht die Möglichkeit, die durch ihr Studium anfallenden Mehrkosten bis höchstens € 4.000,- rückerstattet zu bekommen. Von anderen Einrichtungen gewährte Unterstützungen werden angerechnet, außerdem müssen die tatsächlich angefallenen Mehrkosten nachgewiesen werden. Bei Unterstützungen im Voraus ist ein entsprechender Finanzierungsplan vorzulegen.

Das Antragsformular schickst du ausgefüllt und mit Kopien der notwendigen Dokumente versehen (welche genau erforderlich sind, steht auf dem Antragsformular) an das Sozialreferat der ÖH-Bundesvertretung: Taubstummengasse 7-9/4. Stock, 1040 Wien; Tel: 01/310 88 80 22, Fax: 01/310 88 80 12; E-Mail: sozialfonds(at)oeh.ac.at 

 

Studienunterstützung

Bei Vorliegen einer sozialen Notlage und eines günstigen Studienverlaufes können in besonderen Härtefällen studienbezogene Kosten, die durch andere Förderungsmaßnahmen (etwa Studienbeihilfen, Auslandsstipendien) nicht abgedeckt werden, durch eine Studienunterstützung beim Bundesministerium für Wissenschaft ausgeglichen werden. 

 

Folgende Unterstützungen sind möglich:

  • für studierende Mütter und Väter, denen aus der Kindererziehung besondere Studienschwierigkeiten entstehen und die Studienförderung verloren haben
  • für Studierende, denen aufgrund einer körperlichen Behinderung finanzielle Belastungen entstehen, die nicht durch andere Beihilfen ausgeglichen werden
  • für Studienbeihilfenbezieher, die ein im Studienplan vorgesehenes Praktikum (im Ausland) absolvieren
  • Ausgleich von Wohnkosten
  • Zuschuss für erhöhte Fahrtkosten
  • Förderung von Auslandsaufenthalten im Rahmen des Studiums

 

Wird dir bei der Studienbeihilfe die Familienbeihilfe abgezogen, obwohl du diese nicht beziehst, dann kannst du über die Studienunterstützung einen Ausgleich in Höhe der FBH beantragen.

Aufwendungen, die nicht studienbezogen sind (Kosten für Eigenheime, Kreditrückzahlungen, Arzthonorare, etc.), können jedoch nicht ersetzt werden. 

Anspruchsberechtigt: Die Personen, die sich um eine Studienunterstützung bewerben, müssen jenen Voraussetzungen entsprechen, die auch für den Anspruch auf Bezug einer Studienbeihilfe gefragt sind.

 

Die Höhe der Studienunterstützung wird im Einzelfall festgelegt und richtet sich nach der sozialen Bedürftigkeit. Sie beträgt für zwei Semester zwischen € 180,- und dem höchstmöglichen Betrag der Studienbeihilfe für diesen Zeitraum.

Die Förderung erfolgt im Nachhinein semesterweise, d.h. die Studienunterstützung wird ausbezahlt, nachdem der günstige Studienerfolg nachgewiesen werden konnte.  Es besteht kein Rechtsanspruch!

 

Der Antrag muss spätestens im aktuellen Studienjahr eingebracht werden, um für das aktuelle bzw. vergangene Studienjahr Studienunterstützung erhalten zu können.  Dazu musst du Kontakt mit dem zuständigen Bundesministerium aufnehmen und ein Ansuchen auf Gewährung von Studienunterstützung stellen: Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft  Abt. WF/VI/ Minoritenplatz 5,  1010 Wien

 

Weitere Infos erhältst du unter: https://www.stipendium.at/studienfoerderung/studienbeihilfe/studienunterstuetzung/   www.bmwf.gv.at https://erwachsenenbildung.at/bildungsinfo/kursfoerderung/details.php?id=11010

 

Gebührenbefreiung

Bekommst du Studienbeihilfe und wohnst in einer eigenen Wohnung oder WG, kannst du um Befreiung von Rundfunkgebühren (Radio und Fernsehen) ansuchen.

 

Alle Geräte, mit denen man Radio- und/oder Fernsehprogramme empfangen kann, sind gebührenpflichtig und müssen deshalb angemeldet sein. Für Radio und Fernsehen ist in Österreich je nach Bundesland ein unterschiedlicher Betrag zu bezahlen.

 

  • Für eine solche Befreiung ist der Bezug einer Leistung nach dem Studienförderungsgesetz (Studienbeihilfe oder Selbsterhalterstipendium) notwendig. 
  • Das Haushaltsnettoeinkommen darf einen bestimmten Betrag nicht überschreiten– bei einem Einpersonenhaushalt € 1.082,65. Dabei wird das Einkommen jeder Person, die in der Wohnung lebt berücksichtigt, weshalb der Höchstsatz des Einkommens steigt:  bei zwei Personen beträgt er € 1.707,99 ; für jede weitere Person erhöht sich der Betrag um € 167,05 . Der Fernsprechanschluss, für den ein Zuschuss beantragt oder bereits bezogen wird, darf nicht für geschäftliche Zwecke genutzt werden. (Stand 2020).
  • Es muss sich bei dem Standort, für den die Befreiung von der Rundfunkgebühr beantragt wird, um den Hauptwohnsitz handeln.

 

Das Formular muss mit der Bestätigung über den Bezug der Studienbeihilfe bzw. eines Selbsterhalterstipendiums und den restlichen Beilagen (https://www.gis.at/befreien/antragsformulare/) an kundenservice(at)gis.at oder postalisch an die GIS gesendet werden: GIS Gebühren Info Service GmbH Postfach 1000, 1051 Wien

 

Wird der Antrag positiv erledigt, ist man für maximal 60 Monate von den Gebühren befreit. BEACHTE: Bevor dir eine Gebührenbefreiung bewilligt wird, musst du deinen Fernseher bzw. dein Radiogerät zuerst anmelden.

Weitere Informationen findest du hier.

Befreiung von Rezeptgebühren

Du kannst bei deiner Krankenkasse einen Antrag auf Befreiung von den Rezeptgebühren sowie Kosten für Heilbehelfe und sonstige Hilfsmittel stellen, wenn du ein bestimmtes Einkommen nicht überschreitest (z.B. für Alleinstehende 2020: € 966,65 netto/Monat).

Diese Befreiung gilt auch für Personen, die mit dir mitversichert sind. Dafür hast du wiederum keinen Anspruch auf Rezeptgebührenbefreiung, wenn du bei einer anderen Person mitversichert bist, die keinen Anspruch auf ̈ Rezeptgebührenbefreiung hat.

Bei etwaigen Unklarheiten fragst du am besten einfach bei deinem SV-Träger nach.  Je nach Kassa können nämlich andere Antragsrichtlinien in Kraft sein.

Weitere Information hier.

Öffnungszeiten

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MO, DI, MI
10.00 – 16.00 Uhr
DO
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DO
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