Prüfungen

Allgemeines zu den Prüfungen

Am Juridicum gibt es insgesamt 6 Prüfungswochen im Jahr: im Oktober, gefolgt von jener im November und Jänner sowie im Sommersemester jene im März, April und zuallerletzt im Juni. Du kannst all deine Prüfungen (außer die STEOP MP – siehe unten) in allen Prüfungswochen absolvieren und dir so deine Semester Großteils völlig frei einteilen.

Du hast für jede Prüfung vier Antritte:

Bei den ersten zwei Antritten ist dir dein Prüfer durch deinen Nachnamen zugeteilt (Prüfereinteilung verlinken!). Ändert sich zwischen deinem ersten und zweiten Antritt die Prüferzuteilung, so legst du die Prüfung immer bei deinem dir aktuell zugeteilten Prüfer ab.

Bei deinem dritten Antritt kannst du jedoch deinen Prüfer frei wählen. Dazu gibst du bei der Anmeldung über Uspace EINEN Wahlprüfer im Bemerkungsfeld an. Entgegen vieler Gerüchte gilt bei der freien Prüferwahl, dass jeder Prüfer aus dem jeweiligen Institut gewählt werden kann. Weiters besteht die Möglichkeit, einen schriftlichen Antrag auf kommissionelle Abhaltung der Prüfung zu stellen, der im SSC (verlinken!) abzugeben ist.

Der vierte Antritt wird kommissionell abgehalten. Das heißt, dass deine Arbeit bei einer schriftlichen Prüfung von einem Professoren-Team kontrolliert wird; deine mündliche Prüfung legst du vor einer Kommission ab. 
Ein Professor hat hier jeweils den Vorsitz inne. Die Situation kannst du dir wie bei deiner mündlichen Matura vorstellen. Der Vorsitz stellt die Fragen und ist dein „Hauptprüfer“. Die Prüfungseinteilung zu kommissionellen Prüfungen findest du unter Prüfungseinteilung. Bei der Anmeldung musst du beachten, dass du die Prüfung mit dem Zusatz „kommissionell“ auswählst. 

Nach dem 4. negativen Antritt einer Prüfung, bist du für das Jusstudium am Juridicum Wien gesperrt.

Prüfungsanmeldung

WIE: Wenn du eine Prüfung ablegen möchtest, musst du dich über u:space anmelden und die Prüfung über u:find suchen. Andere Möglichkeiten, sich zu einer Prüfung anzumelden, gibt es am Juridicum nicht. ACHTUNG: Du musst dich für jede Prüfung und Prüfungswoche erneut anmelden! Es existiert keine automatische Weitermeldung.

WANN: Etwa vier Wochen vor der Prüfungswoche beginnt ein zweiwöchiges Zeitfenster, in welchem du dich für die Prüfung anmelden kannst. Es ist absolut wichtig, dass du die Anmeldung innerhalb der vorgesehenen Frist vornimmst, da das SSC keine nachträglichen Anmeldungen zulässt.

KEINEN PRÜFUNGSPLATZ? Es kann dir nicht passieren, dass du bei einer Prüfung keinen Platz bekommst. Wird die Anmeldung korrekt durchgeführt, kannst du auch zur Prüfung antreten. Sollten während des Anmeldeprozesses Probleme auftreten, wende dich bitte an das SSC.

Es kann bei schriftlichen Prüfungen mitunter vorkommen, dass du dich bereits zum Nachfolgetermin einer Prüfung anmelden musst, obwohl du deine Note des vorherigen Termins noch gar nicht weißt, da die Korrektur-Frist vier Wochen beträgt. Würdest du also bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses warten, könntest du dich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zur Prüfung anmelden, da die Anmeldefrist bereits vorbei wäre.  Du musst dich daher sicherheitshalber erneut für die bereits abgelegte Prüfung anmelden, sodass der Status in Uspace zuletzt „angelegt“ anzeigt. Erfährst du danach deine positive Note, vergiss nicht, dich wieder von der Prüfung abzumelden!

Wichtig ist, nach der Anmeldung zu überprüfen, ob du ein Bestätigungsmail in dein Webmail-Postfach bekommen hast. Ist das nicht der Fall, ist wahrscheinlich etwas bei der Anmeldung schief gelaufen. Kontrolliere deshalb immer, ob du ein Mail bekommen hast und du auf u:space für die Prüfung vorgemerkt bist.

Bei schriftlichen Prüfungen stehen Tag und Uhrzeit bereits zum Zeitpunkt der Anmeldung fest.

Im Gegensatz dazu bekommt man bei mündlichen Prüfungen erst einige Tage vor Beginn der jeweiligen Prüfungswoche einen bestimmten Prüfungstermin zugeteilt. Über diesen wirst du nochmals per Mail informiert; der Termin kann nach Zuteilung auch über Uspace eingesehen werden. In der Regel wirst du einem Zeitfenster von 3 bis 4 Stunden zugeteilt.
Solltest du also von 10:00 bis 14:00 Uhr eingeteilt sein, musst du am Tag der Prüfung um 10:00 Uhr zur Prüfung erscheinen. Dein Prüfer wird dann in den meisten Fällen eine Einteilung vorlesen, damit du weißt, wann genau du an der Reihe bist und deine Prüfung ablegen kannst.

TIPP: Behalte die Homepages der Institute im Auge, da dort oft vorläufige Prüfungstermine der Professoren online gestellt werden und man so seinen Prüfungstag zumindest eingrenzen kann.

Prüfungsabmeldung

Bei schriftlichen Modulprüfungen kannst du dich bis zwei Werktage vor der entsprechenden Prüfung über Uspace und bis zu einem Werktag per E-Mail an das Sekretariat des jeweiligen Instituts abmelden.

Bei mündlichen Prüfungen ist die Abmeldung über Uspace bis zwei Werktage vor Beginn der Prüfungswoche möglich. Danach besteht außerdem noch die Möglichkeit, sich bis einen Werktag vor der Prüfung via E-Mail an das Sekretariat des jeweiligen Instituts abzumelden. Eine Angabe von Gründen ist nicht erforderlich.

Prüfung

Institute

MP Steop

Institut für Rechtsphilosophie steop.rechtsphilosophie@univie.ac.at

MP Rechtsgeschichte

Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte rechtsgeschichte@univie.ac.at

FÜM I

Institut für Römisches Recht und Antike Rechtsgeschichte https://roemr.univie.ac.at/team/ (E-Mail an ein Sekretariat deines Prüferteams)

FÜM II

Institut für Zivilrecht https://zivilrecht.univie.ac.at/team/ (E-Mail an das Sekretariat deines Prüfers)

FÜM III

Institut für Staats- und Verwaltungsrecht https://staatsrecht.univie.ac.at/team/ (E-Mail an das Sekretariat deines Hauptprüfers)

 

ACHTUNG: Erscheinst du nicht zur Prüfung und hast dich weder rechtzeitig abgemeldet noch bist du durch einen triftigen Grund an einer Abmeldung gehindert gewesen, so wirst du für den nächsten Prüfungstermin in diesem Fach „gesperrt“ – also nicht zugelassen.

Wenn du einen triftigen Grund für dein Nichterscheinen hattest, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Krankheit: in diesem Fall bringst du ein ärztliches Attest so bald wie möglich persönlich im SSC während der Öffnungszeiten (Dienstag und Mittwoch 10-12 Uhr; Donnerstag 14-16 Uhr) vorbei; 
  • bei allen anderen Gründen musst du dich an Prof. Perthold wenden (am besten per Mail an perthold@univie.ac.at).

 

Prüfungsrecht

Im Studienplan ist die Durchführung von Prüfungen geregelt. Deine Rechte beschreiben wir dir in diesem Abschnitt genauer. Rechtsgrundlagen sind:

– das Universitätsgesetz 2002,

– die Satzung der Uni Wien,

– und das Curriculum.

Wozu Prüfungen?

Gem. § 30 (1) zum Abschnitt der Durchführung mündlicher Prüfungen, dienen diese „in erster Linie dem Nachweis der Kenntnisse und Einsichten der Prüfungskandidatinnen und -kandidaten im Bereich des gesamten Faches unter Beachtung der Stoffbegrenzung. Dies schließt Fallbeispiele zur Überprüfung der Fähigkeit, im Fach methodisch einwandfrei selbständig zu arbeiten, nicht aus“.

Wie muss die Prüfung gestaltet sein?

  • Nach § 30 (2) hat der Prüfer „der Kandidatin oder dem Kandidaten mindestens drei Fragen aus dem Gebiet des Prüfungsstoffes zu stellen, die jeweils unterschiedliche Teilgebiete oder Themenkreise des Prüfungsfaches betreffen. Dabei ist darauf Bedacht zu nehmen, dass die Fragen nicht ausschließlich aus Rand- und Grenzbereichen des Prüfungsstoffes stammen.“
  • Längere Fälle sind den Prüfungskandidaten schriftlich vorzulegen; diesfalls ist eine entsprechende Vorbereitungszeit einzuräumen.
  • Der Prüfer hat die Prüfungauf faire Weisedurchzuführen und somit alles zu unterlassen, was die Kandidaten diskreditieren oder in ihrer persönlichen Würde verletzen könnte.
  • Man soll nicht länger als die übliche Konzentrationsfähigkeit befragt werden. Als Richtlinie dient hier eine Zeit von 30 Minuten, die nicht überschritten werden sollte. Außerdem sollen nicht mehr als 4 Kandidaten zugleich geprüft werden. Auch hier soll die Prüfung nicht länger als 2 Stunden dauern, und jeder Kandidat soll nur solche Fragen erhalten, die nicht bereits von den anderen im Wesentlichen oder auch nur teilweise richtig beantwortet wurden.
  • 29 Studienplan ist bei Prüfungen des judiziellen und staatswissenschaftlichen Abschnittes die Verwendung von Gesetzestexten zu gestatten.
  • Unfaire Prüfungen und Fragestellungen, welche in keinem Verhältnis zu den bekannt gegebenen Studienbehelfen stehen, weisen einen schweren Mangel im Sinne des § 79 Abs 1 UG 2002 auf.
    • Prüfungen, die einen schweren Mangel aufweisen, können binnen zwei Wochen (ab Bekanntgabe des Ergebnisses) schriftlich beim Studienpräses gerügt werden und sind von diesem aufzuheben.

 

Bekanntgabe und Begründung der Note (§ 79 UG 2002)

  • Das Ergebnis einer mündlichen Prüfung muss nach dem Ende der Prüfung bekannt gegeben werden. Wurde die Prüfung negativ beurteilt, muss dir der Prüfer die Gründe dafür erläutern. Auf Antrag müssen dir die Gründe auch schriftlich mitgeteilt werden (§ 79 Abs 4 UG 2002). Das Ergebnis einer schriftlichen Prüfung muss dir spätestens vier Wochen nach dem Prüfungstermin bekannt gegeben werden

Einsichtnahme (§ 79 (3) UG 2002)

Einsicht in die Beurteilungsunterlagen und das Prüfungsprotokoll ist binnen sechs Monaten ab Bekanntgabe der Note möglich. Die Unterlagen dürfen unabhängig vom offiziellen Einsichtstermin kopiert werden. Vergiss nicht, einen Lichtbildausweis mitzunehmen!

Anfechtung (§ 79 UG 2002)

Grundsätzlich ist die Berufung gegen eine negative Beurteilung unzulässig, weil die Beurteilung selbst eine Art Gutachten darstellt und die sehr subjektive Sicht des Prüfers widerspiegelt. Natürlich kommt es gerade hier oft zu Ungereimtheiten, weil Fragen eben unterschiedlich schwer sind, und so manche Note von der Tagesverfassung und Laune des Prüfers abhängt.

Eine Anfechtung ist binnen zwei Wochen ab Bekanntgabe der Note möglich und beim Studienpräses einzubringen. Dieser hat eine Frist von sechs Monaten, um zu entscheiden, wobei es in der Praxis aber meistens schneller geht.
Eine Berufung gegen die Beurteilung selbst ist nicht zulässig. Wird der Anfechtung stattgegeben, wird die negative Prüfung nichtig.

Voraussetzungen:

  • Negative Beurteilung
  • Prüfung weist mindestens einen schweren Mangel auf. Ein „schwerer Mangel“ ist z.B.
    • Weniger als 3 Fragen
    • Fragen nur aus Randgebieten
    • Fragen nur aus demselben Teilgebiet
    • kaum eigene Fragen bei Gruppenprüfung
    • Beschimpfung der Kandidaten
    • Unfaires Verhalten des Prüfers
    • Überlänge der Prüfung
    • Störungen wie starker Lärm
    • Fragestellungen, welche in keinem Verhältnis zu den bekannt gegebenen Studienbehelfen stehen
    • Prüfer führt kein Protokoll oder die negative Benotung ist mangelhaft begründet (§ 70 Abs 2 UG 2002)
  • Wenn möglich, Zeugen angeben!

ACHTUNG: Eine positive Note kann niemals angefochten werden!

Prüfungsabbruch § 6 Abs 6 Satzung der Uni Wien [Studienrecht]

Prüfungen sind bei Abbruch grundsätzlich negativ zu beurteilen. Wenn aber ein wichtiger Grund für den Abbruch vorhanden war, wird die negative Note nachträglich aufgehoben.
Ein „wichtiger Grund“ ist zB. Übelkeit, Nervenzusammenbruch, etc.
Der Antrag ist binnen zwei Wochen zu stellen; zuständig ist die Studienprogrammleitung (Prof. Perthold). Beachte, dass die Prüfung tatsächlich abgebrochen werden muss!

SONSTIGES

Wiederholung von positiven Prüfungen (§ 77 UG 2002): Innerhalb von sechs Monaten nach der Prüfung ist es möglich eine positiv absolvierte Prüfung zu wiederholen, spätestens jedoch bis zum Ende des betreffenden Abschnitts. Es zählt nicht die besser benotete Prüfung sondern die letzte. Es ist kein Antrag nötig; einfach noch einmal anmelden und antreten.

Antrag auf freie Prüferwahl (§ 59 Abs 1 Z 13 UG 2002): Anträge auf Prüferwahl werden in der Praxis bei Vorliegen wichtiger Gründe genehmigt (z.B. Verwandtschaft mit deinem Prüfer). Beim Drittantritt hast du genauso freie Prüferwahl. Zuständig für die Prüferwahl ist die Studienprogrammleitung (Prof. Perthold).

Antrag auf abweichende Prüfungsmethode (§ 59 Abs 1 Z 12 UG 2002): Ein Antrag kann bei länger andauernder Behinderung (insbesondere Stottern und andere Sprachschwierigkeiten, Armbrüche, Blindheit…) gestellt werden. Voraussetzungen:1. Die Ablegung der Prüfung in vorhergesehener Methode ist unmöglich, 2. die abweichende Methode beeinträchtigt den Inhalt und die Anforderungen der Prüfung nicht. Zuständig hierfür ist auch wieder die Studienprogrammleitung (Prof. Perthold).

Fremdsprachige Prüfungen (§ 27 Abs 4 Studienplan): Prüfungen können in jenen Fächern in einer Fremdsprache abgelegt werden, die nicht wesentlich an die deutsche Sprache gebunden sind. Auf die Ablegung von Prüfungen in einer Fremdsprache besteht kein Anspruch; der Prüfer muss der Prüfung in einer Fremdsprache also zustimmen.

 

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